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Begriff Glossar
AbdomenBauch, Unterleib
 
AbduktionAbspreizung
 
AcetabulumHüftgelenkspfanne
 
AcromionSchulterhöhe, Fortsatz des Schulterblattes
 
Adams-Stokes-AnfallBewusstseinsverlust, der durch eine verminderte Durchblutung des Gehirns aufgrund von einer Herzrhythmusstörung entsteht
 
AdduktionHeranführen
 
AdipositasFettleibigkeit. Ein zu hohes Körpergewicht ist unter anderem ein großer Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und Veneverschluss
 
AdnexeAnhangsgebilde der Gebärmutter (Eierstöcke und Eileiter)
 
AdynamieAntriebslosigkeit
 
afferenshinführen
 
AgeusieVerlust des Geschmacksvermögens
 
AgnosieVerlust des Interpretationsvermögens von Sinneswahrnehmungen. Wahrnehmungen wie Ertasten, Hören, Entfernungseinschätzung können nicht verarbeitet werden obwohl die Sinnesorgane funktionieren. Menschen und Gegenstände werden nicht wiedererkannt.
 
AkineseAntriebslosigkeit, Bewegungsunlust, Bewegungsarmut
 
akute Erkrankung Das plötzliche Auftreten einer Krankheit, z.B. ein akuter Schlaganfall. Danach folgt entweder Genesung oder die Krankheit wird chronisch
 
akzessorisch

zusätzlich

 
albusweiß
 
AlexieSchrift kann nicht entschlüsselt werden.
 
Allantoisembryonaler Harnsack
 
Amaurosis fugax Flüchtige Blindheit auf einem Auge, die durch eine Mangeldurchblutung des Astes der Halsschlagader verursacht wird, der den Sehnerv versorgt. Ein charakteristisches Symptom bei TIA
 
AmnesieErinnerungsverlust für einen bestimmten Zeitraum. Dieser kann kurz (Stunden) oder lang (Tage oder Monate) sein.
 
Amniondas Fruchtwasser umgebene Eihaut des menschlichen Keims
 
Amphiarthroseechtes, kaum bewegliches Gelenk
 
ampullärbauchig erweitert
 
AnabolismusAufbaustoffwechsel
 
AnalgesieUnempfindlichkeit gegenüber Schmerzreizen in einem bestimmten Hautbezirk.
 
Analgetikumschmerzstillendes oder - linderndes Medikament.
 
analgetischGegen den Schmerz.
 
AnamneseDie im Gespräch ermittelte Vorgeschichte eines Patienten in Bezug auf seine aktuelle Erkrankung, Beschwerden, Symptomen... 
 
Anästhesiewird gleichermaßen der durch eine Narkose hervorgerufene Zustand der Empfindungslosigkeit zum Zweck einer operativen oder diagnostischen Maßnahme bezeichnet als auch das medizinische Verfahren, um diesen herbeizuführen.
 
AnastomoseVereinigung, Verbindung zweier Kanäle
 
Anatomie

"Zergliederungskunst" 

Lehre von der Gestalt und Struktur des menschlichen Körpers und seiner Organe 

 
Angina pectoris Bezeichnung für die Symptome einer akuten Durchblutungsstörung der Herzgefäße: symptome sind meist Brustschmerzen und Engegefühl.  
 
Angulus

Winkel

- inferior unterer Schulterblattwinkel

- venosus Venenwinkel am Zusammfluß von Hals- und Armvene 

 
AnkyloseVersteifung der Gelenke
 
AntagonistGegenspieler
 
Antebrachium Unterarm
 
anteriorvorn, zur Vorderfläche hin
 
AnteversionBewegung des Armes oder des Beines nach vorn
 
AntibiotikaMittel aus Stoffwechselprodukten von Mikroorganismen (Pilzen, Bakterien), die andere Mikroorganismen hemmen oder abtöten, zum Beispiel Penicillin
 
AntikoagulanzienMedikamente, die die Blutgerinnung hemmen
 
AntikoagulationBehandlung mit Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen
 
AntioxidanzienSubstanzen, die schädliche Sauerstoffprodukte des Stoffwechsels abbauen. Beispiele sind Vitamin B, C und E
 
AntrumHöhle
 
AnulusRing
 
AnusAfter
 
Aorta Hauptschlagader des menschlichen Körpers. Sie führt das sauerstoffreiche Blut aus der linken Herzkammer in den Körper  
 
apallisches Syndrom Ein Koma, bei dem das Pallium (Großhirnrinde) vollständig ausgefallen ist, zum Beispiel durch Sauerstoffmangel bei einem Schlaganfall. Charakteristisch ist das Fehlen jeglicher Ansprechbarkeit. Hirnstammfunktionen (vegetative Funktionen) sind jedoch erhalten, so die Atmung und einige Reflexe möglich bleiben
 
AperturaÖffnung, Loch
 
Aphasie Eine Sprachstörung, das aufgrund der Schädigung des Gehirns bei einem Schlaganfall auftauchen kann. Dabei sieht der Patient ein Objekt oder eine Person zwar und nimmt sie als etwas Bekanntes wahr, findet aber das entsprechende Wort dafür nicht
 
AphasikerEin Patient mit einer erworbenen Störung des Sprachvermögens (Aphasie)  
 
ApnoeAtemstillstand
 
Aponeuroseflächenhafte Sehne
 
ApoplexSchlaganfall, Hirnschlag
 
AppendixAnhang, Anhängsel
 
ApraxieStörung der Bewegungsplanung und / oder der Handlungsplanung
 
AquäduktWasserleitung
 
Aquaeductus cerebriVerbindungsgang zwischen 3. und 4. Ventrikel im Mittelhirn
 
ArachnoideaSpinngewebshaut des Gehirns und Rückenmarks
 
AreflexieEs können keine Muskeleigenreflexe ausgelöst werden.
 
Arteria

Schlagader

Arteria (-ae) - Schlagadern 

 
Arteria brachialisOberarmschlagader
 
Arteria carotis Kopfschlagader. Eine der zwei Hauptarterien, die das Gehirn versorgt. Sie teilt sich in drei Äste: vordere, mittlere und hintere Gehirnarterien, bekannt als Arteria meningea anterior, Arteria meningea media und Arteria meningea posterior
 
Arteria femoralisOberschenkelschlagader
 
Arteria hepaticaLeberschlagader
 
Arteria iliacaBeckenschlagader
 
Arteria mesentericaDarmschlagader
 
Arteria pulmonalis Lungenschlagader
 
Arteria pupliteaKniegelenkschlagader
 
Arteria renalisNierenschlagader
 
Arteria subclaviaUnterschlüsselbeinschlagader
 
Arteria tibialisSchienbeinschlagader
 
Arteria ulnarisEllenschlagader
 
Arteria vertebralis Wirbelarterie. Eine der zwei Hauptarterien, die das Gehirn mit sauerstoffreichem Blut versorgen
 
ArterieBlutgefäß, durch das sauerstoffreiches Blut aus dem Herzen dem Gewebe zugeführt wird
 
ArterioskleroseGefäßverkalkung: Verengung der Gefäße durch Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden
 
Artherothrombose Blutgerinnsel (Thrombus) in einer Arterie
 
Arthritisentzündliche Gelenkerkrankung
 
Arthrosedegenerative Gelenkerkrankung
 
Articulatio

Gelenk

Articulationes - Gelenke 

 
Articulatio acromioclavicularisSchultereckgelenk
 
Articulatio carpometacarpea pollicis Daumensattelgelenk
 
Articulatio coxaeHüftgelenk 
 
Articulatio cubitiEllenbogengelenk
 
Articulatio genusKniegelenk
 
Articulatio humeriSchultergelenk
 
Articulatio radiocarpeaproximales Handwurzelgelenk
 
Articulatio sternoclavicularisBrustbein-Schlüsselbein-Gelenk
 
Articulatio talocruralisoberes Sprunggelenk
 
Articulatio talotalarisunteres Sprunggelenk
 
Articulatio zygapophysialiskleines Wirbelgelenk
 
ascendensaufsteigend
 
Aspirationspneumonie Eine häufig bei Schlucklähmung auftretende Lungenentzündung die durch Aspiration (Einatmen von Nahrungsmitteln oder Erbrochenem) auftritt.
 
Asystolie Herzstillstand
 
Aszites Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle
 
AszitisAnsammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle
 
Ataxie

Störung der Bewegungsabläufe

Gangataxie: Breitbeiniger, schwankender, unsicherer Gang (wie betrunken).

Standataxie: Unfähigkeit, ohne Hilfe sicher zu stehen. Folge: Schwanken,  Fallneigung nach einer oder mehreren Richtungen, Umfallen.

 
AtheromSynonym für eine artheriosklerotische Plaque. Ablagerung in der Gefäßwand   
 
Atlas1. Halswirbel
 
AtriumVorhof
 
AtrophieVolumenminderung eines Organs (z.B. des Muskels) infolge Schwund seiner funktionstragenden Zellen (Muskelfasern, Muskelsubstanz) durch Schädigung der den Muskel versorgenden motorischen Nerven oder durch Inaktivität.
 
Auriculakleines Ohr, Ohrmuschel
 
AurisOhr
 
AuskultationAbhören von Tönen und Geräuschen am Körper des Patienten mit Hilfe eines Stetoskop
 
autonomes Nervensystemvom Willen unabhängiges Nervensystem
 
Axis2. Halswirbel, um dessen Achse sich der Kopf dreht
 
azygosunpaarig
 
B-Lymphozyten B-Zellen, Form von Lymphozyten, die im Knochenmark entstehen. Sie kommen in verschiedenen Teilen des Lymphsystems vor und sind Vorläufer der Plasmazellen. Diese Plasmazellen sind vermutlich die Hauptproduzenten der Antikörper.
 
Bakterien einzellige Kleinlebewesen, die eine Entzündung hervorrufen können
 
BallondilatationWeitung der Gefäße durch einen Ballon. Siehe auch Perkutane transluminale Angioplastie
 
Bindegewebefaserartiges, festes Körpergewebe mit Stützfunktion
 
Body Mass Index Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat aus der Körpergröße in Meter,
 
bradytrophstoffwechselträge
 
Bronchiolusfeiner knorpelloser Ast des Bronchialbaums
 
BronchusSeitenast der Luftröhre
 
BrückenhaubeEin Teil des Gehirns: Der hintere Teil der Brücke (Pons)
 
Bulbuszwiebelförmige Auftreibung
 
Bulbus duodeniAnfangsteil des Zwölffingerdarms
 
Bulbus oculiAugapfel
 
BursaSchleimbeutel
 
BursitisSchleimbeutelentzündung
 
Cerebellum Kleinhirn
 
CerebrospinalisDas Gehirn und Rückenmark betreffend
 
Cholesterin

tierisches Fett, das hauptsächlich in Leber und Darm gebildet wird. Cholesterinablagerungen in den Arterien kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ 2-Diabetes führen

 
chronisch-venöse Insuffizienz Chronische Behinderung des Blutrückflusses in den Venen. Ursache von Krampfadern.
 
Clopidogrel Wirkstoff, der die Blutgerinnung hemmt, indem er die Verklumpung der Thrombozyten verhindert
 
CME PunkteCME (Continuing Medical Education) steht inzwischen als Siegel für hochwertige zertifizierte Fortbildungsinhalte. Durch die Teilnahme an CME-Fortbildungen kann man Fortbildungspunkte erwerben, die zur Erlangung des Fortbildungszertifikats der Ärztekammern benötigt werden. Die Anzahl der CME Punkte für eine Veranstaltung werden von der Ärztekammer festgelegt.
 
ComplianceIn der Pneumologie Maß für die volumenabhängige Dehnbarkeit der Lunge, des Brustkorbs bzw. von Lunge und Brustkorb; in der Allgemeinmedizin: Bereitschaft des Patienten, eine Therapie sorgfältig, regelmäßig und verantwortungsvoll durchzuführen
 
Computertomographie (CT)

 

Spezielles, computergesteuertes Röntgenverfahren, bei dem der Körper optisch in Querscheiben aufgeteilt wird. Dadurch können Veränderungen sehr genau erkannt werden. Die einzelnen Schichten werden durch den Computer zusammengesetzt, so dass sich ein dreidimensionales Bild ergibt, auf dem auch besonders kleine Tumore oder Metastasen sichtbar sind.

 
Cortex Hirnrinde. Sie besteht aus über 200 Rindenfeldern, von denen nur einige ihrer Funktion nach genau bekannt sind. Die größten sind die motorische Rinde, die bewusste Bewegungen steuert, und der Körperfühlbereich. Jede Hälfte des Gehirns steuert dabei die gegenüberliegende Körperhälfte
 
Creatinkinase Enzym, das bei Muskelschäden vermehrt freigesetzt wird
 
Defibrillation Stimulation des Herzmuskels mit einem hochenergetischen elektrischen Schock. Ein krankhafter Herzrhythmus soll so gestoppt werden
 
Dekubitus Aufliegegeschwür. Es kommt vor allem bei lange bettlägerigen Patienten vor  
 
Diagnose Erkennung und Benennung einer Krankheit.
 
Diagnostik Alle Untersuchungen, die der Feststellung oder der genauen Abklärung einer Erkrankung dienen
 
Diencephalon Zwischenhirn. Es liegt zwischen End- und Mittelhirn und ist Teil des Hirnstammes. Es enthält unter anderem Zentren für die Oberflächensensibilität, die seelische Empfindung, die Seh-, Hör- und Riechfähigkeit
 
Digitalis Fingerhutpflanzen, Pflanzengattung, aus denen Medikamente gewonnen werden, die die Kontraktion des Herzmuskels verstärken (Herzglykoside)
 
DiuretikaMedikamente, die eine vermehrte Wasserausscheidung durch die Nieren bewirken
 
DNA (engl.) Abkürzung für Desoxyribonukleinsäure, eines der beiden Informationsspeichernden Makromoleküle, die in allen Zellen vorkommen; das andere wird RNA/RNS genannt. Sie sind Träger der Erbinformation und steuern die zentralen biologischen Lebensvorgänge aller Organismen.
 
DNSAbkürzung für Desoxyribonukleinsäure, eines der beiden Informationsspeichernden Makromoleküle, die in allen Zellen vorkommen; das andere wird RNA/RNS genannt. Sie sind Träger der Erbinformation und steuern die zentralen biologischen Lebensvorgänge aller Organismen.
 
Drucksprung (Druckgradient) Blutdruckunterschied vor und hinter einer Gefäßverengung
 
Dura materharte Hirnhaut
 
Dysarthrie Artikulationsstörungen, Störungen der Sprechfähigkeit
 
DyskinesienBewegungsstörungen
 
DysphagieSchluck- und Kaustörungen mit Druckgefühl oder Schmerz hinter dem Brustbein oder im Oberbauch
 
DyspnoeAngestrengte, beschwerte Atmung
 
Echokardiographie Untersuchung des Herzens mit Ultraschall. Wie beim Echolot werden ausgesandte Schallwellen wieder aufgefangen und sichtbar gemacht
 
EEGElektroenzephalogramm: Untersuchung der Hirnstromwellen
 
EKG Elektrokardiogramm: Aufzeichnung der elektrischen Ausprägungen der Herzaktivität. Für den Arzt ist das EKG ein wichtiges diagnostisches Hilfsmittel, anhand dessen er krankhafte Veränderungen frühzeitig erkennen kann
 
ElektronenmikroskopOptisches Instrument, mit dem Zellstrukturen und noch kleinere Strukturen bis zu 300.000fach vergrößert werden. Funktioniert, indem durch Elektronenstrahlen die Bilder auf speziellen fluoreszierenden oder fotografischen Platten dargestellt werden.
 
EmbolieDer plötzliche Verschluss eines Gefäßes durch einen krankhaften Klumpen, z. B. durch ein Blutgerinnsel
 
EndhirnDer größte Teil des Gehirns mit beiden Großhirnhälften
 
EndothelInnenhaut der Blutgefäße
 
Erythrozyten Rote Blutkörperchen. Sie transportieren den Sauerstoff und das Kohlendioxid im Blutkreislauf
 
Fibrin Endprodukt der Blutgerinnung. Hauptbestandteil der "Kruste" von Wunden und von Blutgerinnseln innerhalb der Gefäße
 
FibrinogenEin Faktor, der in der Blutgerinnung eine wichtige Rolle spielt
 
Fibrinolytika (Thrombolytika) Wirkstoffe, die einen Thrombus (Blutgerinnsel) auflösen können
 
Freie Radikale Chemisch sehr reaktionsfreudige Moleküle, die Körperzellen und Gefäße schädigen können
 
Genom Die Gesamtheit der genetischen Information, die in einer Zelle enthalten ist, der Chromosomensatz einer Zelle.
 
GroßhirnDie beiden Gehirnhälften. Es enthält die Großhirnrinde mit der motorische Rinde, dem Körperfühlbereich, den Sprachzentren, dem Riech- Seh- und Gehörzentrum
 
Hämatokrit

Prozentualer Anteil der festen Blutbestandteile; normal sind 35 bis 45 Prozent

 
Hämatom

"Blauer Fleck"; Ansammlung von Blut außerhalb eines Gefäßes

 
Hämodynamik Blutströmung
 
HirnembolieDie Verstopfung einer Arterie des Gehirns. Die Quelle für die Verstopfung sind aus dem linken Herzvorhof oder gehirnnahen Gefäßverstopfungen. Die Folgen sind Schlaganfall mit Lähmungen und Bewusstseinsstörungen.
 
Hirninfarktebenso wie beim Herzinfarkt kommt es hier zum Gewebsuntergang durch fehlende Durchblutung aufgrund einer absoluten Engstelle. Die Folge ist ein sogenannter "Apoplex" (Schlaganfall).
 
HirnstammStammhirn. Teil des Gehirns, der zwischen Großhirn und Rückenmark liegt. Es unterteilt sich in Hypothalamus, Thalamus, Brücke und verlängertes Rückenmark. Er steuert unter anderem die Koordination von Bewegungen und viele Stoffwechselfunktionen. Schlaganfälle im Hirnstamm können zu schwersten Beeinträchtigungen führen
 
Hirnventrikel

Das Gehirn enthält in seinem Innern vier flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die Hirnventrikel (Hirnkammern).

Die beiden Seitenventrikel der Großhirnhemisphären stehen in Verbindung mit dem in der Mitte gelegenen dritten Ventrikel des Zwischenhirns; von hier führt der Aquädukt zum vierten Ventrikel. Dieser steht über drei Öffnungen mit dem subarachnoidalen Raum (Spaltraum) zwischen Kleinhirn und verlängertem Mark in Verbindung, der hier zur sog. Cisterna cerebellomedullaris erweitert ist.

Alle genannten Räume sind mit Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) gefüllt, die von den Adergeflechten der Gehirnventrikel abgesondert wird.

 
HypophyseHirnanhangdrüse. Sie liegt am Boden des Zwischenhirns und ist ein wichtiges Steuersystem aller Hormondrüsen im Körper
 
HypothalamusTeil des Zwischenhirns. Steuert Hunger, Durst, Wärmeregulation und Sexualität. Außerdem kontrolliert er die Freisetzung von Hormonen über die Hypophyse
 
HypothermieHerabsetzung der Körpertemperatur, welche bei aufwendigen Operationen oder nach einem Schlaganfall zum Schutz des Gewebes vor Sauerstoffmangel künstlich erzeugt wird
 
HypoxieDer herabgesetzte Sauerstoffgehalt des arteriellen Blutes, oder auch der Sauerstoffmangel in Geweben und Organen. Ursachen können zum Beispiel verengte Gefäße sein
 
Immunsystem Abwehrsystem unseres Körpers gegen körperfremde Stoffe oder Organismen (z. B. Bakterien oder Viren). Bestimmte Blutkörperchen (Leukozyten, Lymphozyten), aber auch körpereigene Botenstoffe (Hormone) sind Teile dieses komplexen Systems. Ein Einfluß der Psyche auf das Immunsystem wird derzeit diskutiert.
 
indiziert medizinisch sinnvoll, angezeigt
 
Infarkt Ein lokal begrenztes Zellsterben (Nekrose) in einem Organ aufgrund von Sauerstoffmangel, meist verursacht durch einen Gefäßverschluss
 
Infusion Das Einbringen von Flüssigkeiten in Körpervenen (selten auch in Arterien). Erfolgt meist tropfenweise über einen längeren Zeitraum
 
Inkontinenz unwillkürlicher Abgang von Harn (Harninkontinenz) oder Stuhl (Stuhlinkontinenz)
 
Instabile Angina Pectoris Beschwerden auch in Ruhe. Kann als akute Verschlechterung einer bestehenden stabilen Angina oder neu auftretend sein (sog. Status anginosus, drohender Infarkt). Kardiologischer Notfall! Bedarf sofortiger Behandlung im Krankenhaus.
 
Insuffizienz Unzureichende Leistung oder Funktion eines Organs oder Gewebes
 
Interferon "Ein Botenstoff unseres körpereigenen Immunsystems. Bildet sich bei Virusinfektionen (Virus) und hemmt das Wachstum der Viren; wird heute auch gentechnologisch hergestellt und bei der Immuntherapie eingesetzt."
 
InterkranialInnerhalb der Schädelhöhle (Kranium)
 
Intervention Eingreifen. Jegliche therapeutische Maßnahme
 
intrakardial Innerhalb des Herzens
 
Intravenöse Infusion Einspritzung eines Arzneistoffs oder einer Lösung in eine Vene.
 
IntrazerebralIm Gehirn gelegen, im Gehirn stattfindend, bzw. in das Gehirn
 
Inzidenz Häufigkeit, mit der ein bestimmtes Ereignis vorkommt.
 
Irreversibel Nicht umkehrbar.
 
Ischämie Eine ungenügende Durchblutung und daraus entstehender Sauerstoffmangel in einem Gewebe oder Organ
 
KarotisstenoseVerengung der Halsschlagader (Arteria carotis)
 
Kernspintomographie Bildgebendes Untersuchungsverfahren ohne Strahlenbelastung: Ein von außen um den Körper erzeugtes starkes, aber ungefährliches Magnetfeld veranlasst die körpereigenen Wasserstoffatome dazu, Signale zurückzusenden. Diese können von einem Computer zu einem Bild des Körperinneren zusammengesetzt werden.
 
Kleinhirn In der hinteren Schädelgrube liegender Teil des zentralen Nervensystems. Es steuert unter anderem Bewegungsabläufe und Gleichgewicht
 
KleinhirnsyndromDurch Schädigung des Kleinhirns auftretende Symptome wie Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen
 
Klinisch"Klinisch" bedeutet, auf die Anwendung am Menschen bezogen.
 
Klinischer Versuch In klinischen Versuchen werden Materialien und Methoden einer Studie systematisch untersucht. Ziel ist es, herauszufinden, ob die untersuchte neue Behandlungsmethode bei ausgewählten Patienten und Patientinnen bessere Ergebnisse erbringt als die bekannten Therapien."
 
KollapsZusammenbruch oder Zusammenfallen. Allgemein oder eines Organs / Organteils. Kann mit Bewusstlosigkeit einhergehen. Beruht der Kollaps auf einer Herzrhythmusstörung oder einem Herzfehler, spricht man von einer Synkope
 
Komorbidität Eine diagnostizierbare Erkrankung oder Störung, die abgrenzbar von einer Grunderkrankung auftritt. Diese kann, muss aber nicht im Zusammenhang mit dieser Grunderkrankung stehen.
 
LamellenkörperchenUnter Lamellenkörperchen (auch Vater-Pacini-Lamellenkörperchen genannt) versteht man Endkörperchen von Nervenfasern, die in der Unterhaut liegen und die für die Wahrnehmung von Vibrationen verantwortlich sind. Sie liegen insbesondere im Handteller, den Fußsohlen, in Blutgefäßen und dem äußeren Genitale.
 
Lasègue-Zeichen Schmerzhaftigkeit der Hüftnerven durch ihre Dehnung. In Rückenlage durchgeführte Beugung des gestreckten Beins im Hüftgelenk löst Schmerzen an der Hinterseite des Beines im Verlauf der Nerven aus.
 
latent verborgen, ruhender Krankheitsprozess. 
 
Leukämie Krebserkrankung des blutbildenden Systems, betrifft vor allem das Knochenmark und die Lymphknoten. Sie ruft in der Regel eine Überproduktion von weißen Blutkörperchen hervor. Man unterscheidet zwischen akuten Leukämieformen, die schnell und heftig auftreten, und chronischen, die langsam fortschreiten.
 
LeukozytenWeiße Blutkörperchen. Sie sind vor allem für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig
 
LiquorHirn-, Nervenwasser, Rückenmarkflüssigkeit. Wässrige helle, klare Flüssigkeit welches in den Hirnkammern gebildet wird und das Gehirn und Rückenmark wie einen Flüssigkeitsschutzmantel umgibt (Liquor cerebrospinalis).
 
Liquorpassagespontanes Zirkulieren des Liquors von Hirnkammer zu Hirnkammer und über die Oberfläche von Gehirn und Rückenmark. Normalerweise werden in 24 Stunden etwa 500 ml Liquor produziert.
 
Liquorpunktion

Eine Diagnosemethode, die bei Verdacht auf eine Entzündung, Autoimmunprozess oder Hirnblutung angewandt wird. Mit einer Nadel wird Nervenwasser üblicherweiße in Höhe der Lendenwirbelsäule, also unterhalb des Rückenmarks entnommen.

 
LiquorräumeHohlraumsystem in Gehirn und Rückenmark. Die vier Hohlräume werden Ventrikel genannt. Sie stehen alle untereinander in Verbindung. Bei Hirnblutung aus den Gefäßen kann der Hirndruck ansteigen
 
Liquorunterdruck-Syndrom z.B durch. Liquorverlust,  infolge Entnahme (Punktion) oder Flüssigkeitsmangel, Nacken-Kopfschmerzen mit Nackensteifigkeit. Beschwerden halten einige Tage an, können mit Erbrechen und Übelkeit einhergehen. Sie nehmen typischerweise im Sitzen und Stehen zu, lassen im Liegen aber deutlich nach.
 
Liquorzytologie Untersuchung des Liquors auf Zahl und Art von darin vorhandenen Zellen.
 
Locked-in-Syndrom Unfähigkeit zu sprechen oder sich zu bewegen – bei völliger Wachheit und klarem Bewusstsein – als Folge einer beidseitigen, querschnittartigen Unterbrechung in einem bestimmten Hirn-Bereich (Pons). Ursache kann ein Schlaganfall sein.
 
Logopäde Therapeut auf dem Gebiet von Sprach- und Sprechstörungen sowie Stimm- und Schluckstörungen
 
Syringomyelie

Höhlenbildung meist im Hals- und/oder Brustmark...

nähere Beschreibung findest du unter Krankheitsbildbeschreibung auf unserer Startseite.

 


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